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Unsere Reise geht weiter

Im Jahr 2021 haben wir erstmals unseren CO₂-Fußabdruck berechnen lassen und die verursachten Emissionen über Klimaschutzprojekte ausgeglichen. 
Gemeinsam mit dem Kölner Start-up Planted haben wir den eingeschlagenen Weg weiterverfolgt. Planted hat uns dabei geholfen, für das Unternehmensjahr 2022 eine vollständige CO₂-Bilanzierung durchzuführen und unseren Carbon Footprint zu bestimmen. 

So sind wir vorgegangen

Zur Bestimmung unseres CO₂-Fußabdrucks haben wir sämtliche Aktivitäten und Prozesse berücksichtigt, die mit unserer Arbeit verbunden sind. Wir haben uns dabei auf alle Emissionen konzentriert, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette verursacht wurden und auf die wir als produzierendes Unternehmen unmittelbaren Einfluss haben.  

Die Emissionen innerhalb einer CO₂-Bilanz werden in verschiedene Bereiche, sogenannte Scopes unterteilt. Unter Scope 1 fallen alle direkten Emissionen aus Verbrennungsprozessen, Scope 2 umfasst die indirekten Emissionen bspw. aus eingekauftem Strom und in Scope 3 werden alle indirekten Emissionen betrachtet, die im Zusammenhang mit den Unternehmensaktivitäten in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette entstehen.  

Für uns wurden die relevanten Kategorien in Scope 1, 2 und 3 berechnet.  

Die Relevanz der Kategorien, die in den Blick genommen werden, entscheidet sich sowohl auf Grundlage der zur Verfügung stehenden Daten als auch mit Blick auf die Relevanz der Tätigkeiten eines Unternehmens. 

Zu den direkten Emissionen (Scope 1) zählt beispielsweise der eigene Fuhrpark. Da sie innerhalb des Unternehmens verursacht werden, können die Scope 1-Emissionen relativ einfach gemessen und kontrolliert werden. 

Zu den indirekten Emissionen gehören eingekaufte Energien wie Strom oder Wärme (Scope 2). In Scope 3 lag die Konzentration auf der Erfassung der Daten für unser Kölner Büro und unser Team. Dazu gehören beispielsweise Geschäftsreisen und die Arbeitswege des Teams. Zudem konnten in Scope 3 alle produktionsbezogenen Emissionen berechnet werden. Dazu gehören Materialeinkauf, Produktion und Transport zu unseren Manufakturen sowie der Weitertransport zu unserem Lager und zu unseren Kund:innen. 

So groß ist unser Fußabdruck wirklich

Zum Ergebnis der Berechnung: Insgesamt sind wir im Jahr 2022 für den Ausstoß von 874,83 Tonnen CO₂ verantwortlich. 

Verantwortlich zu sein und die Verantwortung für etwas zu tragen hat für uns zwei Seiten, die untrennbar miteinander verbunden sind: Die Herstellung neuer Produkte geht zwangsläufig mit dem Ausstoß von Emissionen einher. Wir sind uns dessen bewusst und wollen hierfür im Rahmen unserer Möglichkeiten die größtmögliche Verantwortung übernehmen.  

Wir möchten als Unternehmen möglichst nachhaltig handeln und der Umwelt so wenig wie möglich schaden. Unser kurzfristiger und unmittelbar umsetzbarer Ansatz bleibt daher bestehen. Wir erfassen unsere Emissionen und gleichen diese aus. 

Ergänzend dazu behalten wir unser langfristiges Ziel, die Produktion sowie die gesamte Wertschöpfungskette emissionsärmer zu gestalten, fest im Blick. 

Die von uns verursachten Emissionen verteilen sich wie folgt:

73,32 % und damit 641,4 Tonnen CO₂e* entstammen der sogenannten anderen indirekten Emissionen aus Scope 3. Als produzierendes Unternehmen sind eingekaufte Güter mit 58,62 % und Wärme mit 23,81 % die primären Quellen dieser Emissionen. 

25,13 % bzw. 219,81 Tonnen CO₂e sind direkte Emissionen aus Scope 1, lediglich 1,56 % und damit 13,62 Tonnen CO₂e ergeben sich aus indirekten Emissionen durch leitungsgebundene Energien (Scope 2). 

Um unseren Gesamtfußabdruck besser verstehen und veranschaulichen zu können, haben wir alle Werte in acht Kategorien unterteilt, die unsere Tätigkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette, ausgehend vom Rohstoff über die Produktion und den Transport bis hin zu unseren Kund:innen, wiederspiegelt:

*CO₂-Äquivalente (CO₂e) sind eine Maßeinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase.

Zu den Grundpfeilern von onomao zählen nicht nur unsere Produkte, die wir als Einzelstücke sehen und die unseren Alltag schmücken. Ein wesentlicher Grundpfeiler ist unser Team, welches ebenso aus Individuen besteht und täglich dafür sorgt, dass unsere Produkte hergestellt werden, im Onlineshop landen, auf den verschiedenen Kanälen sichtbar werden und schließlich in euer Zuhause einziehen dürfen.

Veranschaulichung unseres CO₂-Fußabdrucks

Damit wir uns unseren CO₂-Fußabdruck noch besser vorstellen können, haben wir Planted gebeten, diesen einmal in Bezug zu unseren Grundpfeilern – den Produkten und unserem Team – zu setzen und die Emissionen pro Kilogramm Produkt und pro Mitarbeiter:in zu berechnen. 

Bei rund 176.600 Produkten, die in Summe etwas weniger als eine Tonne wiegen, verursacht die Produktion eines Kilogramm Produkts rund 0,00876 Tonnen CO₂e. 

Auf 12,65 Mitarbeiter:innen (von einer regulären 40 Stunden-Woche ausgehend) hat jede:r aus dem Team im Rahmen seiner Tätigkeit für onomao im Schnitt rund 32,41 Tonnen CO₂ ausgestoßen. In Wahrheit ist es viel weniger, da unser Team größer ist, aber die meisten nicht klassisch 40 Stunden pro Woche beschäftigt sind. 

Unsere Gedanken zur Berechnung und unserem Ergebnis

Wir möchten transparent und ehrlich sein: Im Vergleich zum Vorjahr haben wir laut den Berechnungen von Climate Partner in 2021 und Planted in 2022 etwa 100 Tonnen weniger CO₂-Ausstoß verursacht.  

Da wir in der Zwischenzeit aber noch an keinen relevanten Stellschrauben für einen Emissionsrückgang drehen konnten, haben wir uns die Berechnungsgrundlagen der beiden Jahre einmal genau angeschaut und verglichen: Im Jahr 2021 wurde der Product Carbon Footprint, also der Fußabdruck eines jeden Produkts, in die Berechnung mit einbezogen. Zum Product Carbon Footprint werden nicht nur der Lebenszyklus der Produkte berechnet, sondern auch die End of Life-Emissionen bedacht, die bei der Entsorgung von Produkten entstehen. Dies wirkte sich mit knapp 83 Tonnen auf die Gesamtbilanz aus.  

Unsere Produkte sind robust und zeitlos und damit nicht auf eine schnelle Entsorgung ausgelegt

Vor diesem Hintergrund hat Planted den Fokus der aktuellen Berechnung lediglich auf den Corporate Carbon Footprint gelegt, der die Herstellungsphase unserer Produkte in den Blick nimmt und die Entsorgung außen vorlässt. 

Darüber hinaus berechnet Climate Partner 10 % Sicherheitsaufschlag. Dies waren noch einmal 94,87 Tonnen, die zur Berechnung hinzukamen und in der Berechnung von Planted wegfallen.  

Eine weitere Differenz, die sich im Endergebnis beider Berechnungen bemerkbar gemacht hat, ist die Gesamtsumme der eingekauften Güter. So haben wir 2022 im Vergleich zum Vorjahr rund 100 Tonnen weniger Rohstoffe eingekauft. 

Trotz gewisser Unterschiede, wie beispielsweiser variierender Emissionsfaktoren, basieren die Berechnungen aus beiden Jahren im Wesentlichen aber ähnlichen Grundlagen und Datenbanken. 

Welche Aspekte sind ausbaufähig und sollen im kommenden Jahr verbessert werden?

Aktuell gehen wir in den Bereichen Nachhaltigkeit und Klimaschutz den Weg, den wir im Rahmen unserer Möglichkeiten bestreiten können und der sich für uns richtig anfühlt. Bei allen positiven Aspekten, die wir mit diesem Weg verbinden, gibt es bestehende und stets neue Hürden und Stolpersteine, denen wir uns stellen müssen und die wir langfristig beiseiteschieben möchten. 

Ein erstes Steinchen, welches sich uns in den Weg stellt, ist die Datenlage der Manufakturen aus Portugal*, die detaillierter sein sollte. Bislang konnten unsere eigenen Daten die zum Teil lückenhafte Datenlage aus Portugal kompensieren, sodass sich am Gesamtausstoß nicht wesentlich etwas geändert hätte. Wir arbeiten aber daran, für die kommende Berechnung bessere Daten von unseren Produktionsstätten zu bekommen. Seit Kurzem haben wir hierfür Verstärkung im Team Produktion und Supply Chain Management. 

*Unser Glas-Produzent in Spanien konnte uns leider keine Daten zu Verfügung stellen, sodass wir in diesem Fall nur auf unsere eigenen Daten und Informationen zu Produktion, Bestellvolumen und Lieferwegen zurückgreifen konnten. 

Die CO₂-Bilanz bleibt für uns ein erster wichtiger Hebel

Wenn wir alle Aktivitäten, die Emissionen verursachen, aufgeführt und verstanden haben, können wir in einem weiteren Schritt Reduktionsmöglichkeiten ausarbeiten und Maßnahmen zur Reduktion ergreifen. 

Unser Ziel aus dem Vorjahr bleibt bestehen: Wir möchten unseren ökologischen Fußabdruck verkleinern und insgesamt energieeffizienter und grüner werden.