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Makuyuni e.V. Cologne - Recht auf Bildung für alle
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Makuyuni e.V. Cologne - Recht auf Bildung für alle

Bildung für alle - Schulbau in Tansania 

Der gemeinnützige Verein „Makuyuni e.V.“ wurde 2018 in Köln gegründet, um sich für das Recht auf Bildung einzusetzen. Begonnen hat alles in Makuyuni, einer kleinen Stadt in Tansania, daher trägt die Organisation diesen Namen.
Seit 2018 baut Makuyuni e.V. gemeinsam mit Maasaicommunities vor Ort Schulen in Tansania. Inzwischen können durch ihren Einsatz über 600 Kinder zur Schule gehen. In diesem Jahr startet der Bau der vierten Schule, um noch mehr Schüler:innen den Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Wir haben mit Jan Grandisch (Gründungsmitglied und 1. Vorsitzender) über seinen Verein Makuyuni e.V. gesprochen.

Was war der Impuls Makuyuni e.V. zu gründen? Habt ihr eine persönliche Verbindung zu Tansania?
Ich bin 2017 nach Makuyuni, Tansania gereist und habe dort einen Monat im Maasaiprojekt „Volunteermaasai“ gearbeitet und an einer Grundschule in Makuyuni unterrichtet. Vor Ort habe ich nicht nur einen Einblick in die Arbeit der kleinen lokalen NGO bekommen, sondern durfte auch die Kultur der Maasai rund um Makuyuni kennenlernen.

Allen voran lernte ich dort den Maasai Lalahe kennen. Er und sein Projekt sind mir in dieser Zeit sehr ans Herz gewachsen und zwischen Lalahe und mir ist eine enge Freundschaft entstanden, die bis heute anhält. Neben Lalahe, der seine Organisation bereits 2009 gegründet hat und mit dem Bau einer Grundschule in Makuyuni begann, lernte ich vor Ort auch Lalahes besten Freund Lazaro kennen, der sich als Lehrer ebenso in den Unterricht einbrachte.

Zurück in Deutschland habe ich meinen Freund:innen von meiner Reise erzählt und konnte vor allem meinen besten Freund Andy mit meiner Euphorie anstecken. Gemeinsam haben wir überlegt, wie wir das Projekt von Köln aus weiter unterstützen können. Andy ist daraufhin selbst nach Makuyuni geflogen, um sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen. Er kam ebenso euphorisch wie ich zurück, sodass wir kurzerhand mit ein paar gemeinsamen Freund:innen unseren gemeinnützigen Verein Makuyuni e.V. gegründet haben.

Collage Makuyuni Kinder und Gründer

Ihr arbeitet nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. Welche Maßnahmen ergreift ihr, um die Menschen vor Ort zu unterstützen? 
Ein gutes Beispiel hierfür ist unsere zweite Schule der Community Nadosoitok in Selela. Hier haben wir 2021 angefangen, die Community bei dem Bau einer eigenen Schule zu unterstützen. Durch den bereits bestehenden Klassenraum, der von der Community lediglich aus Lehm und Stöcken errichtet wurde, konnten wir eine Idee davon bekommen, wie motiviert die Menschen vor Ort bereits waren, den Kindern eine Chance auf Bildung zu ermöglichen. Wir haben dann mit unseren finanziellen Mitteln den ersten Gebäudeblock realisiert. Durch die Erkenntnis, dass es möglich ist, eine eigene, richtige Schule zu erbauen, fühlte sich die Community derart bestärkt, dass sie ein weiteres Gebäude sowie Wasserversorgung aus eigenen Mitteln und aus Regierungsgeldern realisieren konnten. Dies ist ein Paradebeispiel dafür, dass wir von Köln aus Dinge anstoßen können und damit die Menschen vor Ort motivieren, selbst aktiv zu werden.

Seid ihr auch nach der Eröffnung an den Schulen involviert?
Nein, unser Ziel ist es immer, dass sich die Menschen mit den Schulen identifizieren und diese als ihr Projekt verstehen. Sobald die Schulen offiziell registriert sind, ziehen wir uns weitestgehend zurück und überlassen die Projekte den Communities. Laufende Kosten wollen und können wir nicht tragen. Umso wichtiger ist die Registrierung der Schulen, damit z.B. die Anstellung und Bezahlung der Lehrer:innen aus Regierungsmitteln geleistet werden können.

Inzwischen bekommen unsere Freunde Lalahe und Lazaro von uns ein monatliches Gehalt, um ihre Arbeit zu honorieren. Diese Gehälter zahlen wir aus unseren Mitgliedsbeiträgen. Beide leben in Makuyuni und sind dort aufgewachsen. Durch den engen Austausch mit den Communities koordinieren und realisieren sie die Projekte vor Ort. Wir supporten die beiden von Köln aus und stehen ihnen mit Ideen und Mitteln zur Seite.Die beiden kennen die Menschen vor Ort viel besser als wir und wissen daher auch genau was und wo benötigt wird.

Collage Schulbau Makuyuni

Wie sieht der Vereinsalltag aus? Wie wird entschieden, was die nächsten Projekte sind?
In monatlichen Netzwerktreffen, zu dem übrigens jede:r herzlich eingeladen ist, sprechen wir über unsere aktuellen Projekte und wie wir diese unterstützen können. Da ist Kreativität gefragt, um gute Ideen zu entwickeln und umzusetzen, und damit Gelder zu akquirieren.

So gibt es mittlerweile jährlich eine neue, limitierte Makuyuni-Collection. Diese entwerfen und produzieren wir bei uns im Büro. Von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt entstehen nachhaltige Klamotten für den guten Zweck. 

Zudem haben wir mittlerweile ein gutes Netzwerk aus anderen Organisationen, die uns immer wieder unterstützen. Hier sind allen voran die Bücherbörse Köln e.V. und die KG Ponyhof e.V. zu nennen. Gerade stecken wir voll in den Vorbereitungen für die diesjährige Bücherbörse, also kommt gerne am 19. und 20.8.2023 an der TH in Köln in der Claudiusstraße 1 vorbei. Dort erwartet euch ein buntes Rahmenprogramm und ihr könnt Bücher oder Schallplatten für wenig Geld erwerben. Die Erlöse der gesamten Bücherbörse gehen in diesem Jahr erneut an unseren Verein. 

Seid ihr auch selbst vor Ort in Tansania und schaut euch die Fortschritte an? Welches Gefühl löst es in euch aus, zu wissen, dass ihr schon so vielen Menschen zu Bildung verholfen habt? 
Andy und ich fahren in der Regel einmal im Jahr, meist im Frühjahr, nach Makuyuni, um unsere Freunde Lalahe und Lazaro sowie die Schulen und Communities zu besuchen. In diesem Jahr sind wir unangekündigt dort gewesen und konnten so einen unglaublich schönen und authentischen Eindruck vom Schulalltag bekommen. Seit nunmehr fünf Jahren stecken wir Energie und Herzblut in die Projekte. All das benötigt Zeit, aber mittlerweile stehen dort nicht nur drei von uns erbaute Schulen, sondern es gehen auch über 600 Kinder in die verschiedenen Klassen. Diese Energie und Freude der Kinder zu spüren, war für mich persönlich einer der schönsten Momente unserer Reise. 

Schulkinder in Makuyuni

Ihr habt euch entschieden, alle administrativen und Werbekosten für den Verein selbst zu tragen, wie kam es dazu?
Genau, wir wollten es anders machen, als viele andere Vereine und daher war uns von vornherein klar, dass wir selbst kein Geld mit unserer Arbeit für den Verein verdienen wollen. Wir wollten es schaffen, dass 100 % aller Spendengelder in Tansania ankommen.

Das funktioniert nur, da wir beschlossen haben, alle Kosten für den Verein selbst zu tragen und nicht aus Spendengeldern zu bezahlen. Dazu gehören Kontoführungsgebühren, Kosten für Website und Domain, Notar- und Steuerberatungskosten, Kosten für Material, wie beispielsweise Shirts, Flyer, Aufkleber, Poster oder ähnliches. Diese Kosten tragen wir in Gänze aus Mitgliedsbeiträgen. Nur dadurch können wir garantieren, dass wirklich die gesamten Spenden in den Bau von Bildungseinrichtungen investiert werden.

Welche Aktionen führt ihr durch, um Spenden zu sammeln?
Wie oben schon angedeutet, bringen wir eigene Merch-Kollektionen heraus, die wir für den guten Zweck verkaufen. Hier konnten wir auch schon einige Kooperationen mit Künstler:innen umsetzen, die u.a. Prints oder Shirts für uns gestaltet haben. Unser Merch kann man sowohl in unserem Online-Shop als auch bei Events, an denen wir teilnehmen, erwerben. 

Um den Bau eines Brunnens in Tansania zu finanzieren, haben wir während Corona eine Social-Media-Aktion gestartet, die „Mach mal Wasser klar-Challenge“, für die wir auch einige bekannte Kölner Künstler:innen gewinnen konnten.

Als Teil der Initiative 1 % for the Planet ist es auch möglich, uns hierüber Spenden zukommen zu lassen.

Nehmt ihr noch neue Vereinsmitglieder an? Wie kann man sich selbst am Verein beteiligen? 
Jederzeit und sehr gerne! Alle sind bei uns willkommen. Ihr könnt selbst entscheiden, ob ihr uns durch eine reine Spende oder einen Fördermitgliedsbeitrag unterstützt oder ob ihr selbst aktiv werdet und uns ehrenamtlich bei unseren Aktionen unterstützt.

Schaut gerne bei unseren monatlichen Netzwerktreffen vorbei, lernt uns an der Bücherbörse kennen oder kontaktiert uns bei Instagram oder per Mail.

Was wünscht ihr euch für die Zukunft des Vereins? Welches Projekt möchtet ihr unbedingt mal umsetzen? 
Der Rahmen, den wir geschaffen haben, lässt kein großes oder sprunghaftes Wachstum zu. Insofern wollen wir weiter organisch wachsen und Schritt für Schritt dazu beitragen, der nachkommenden Generation in den Maasaicommunities eine Chance auf Bildung zu ermöglichen.
Mir persönlich ist dabei immer wichtig, dass wir alle Spaß an der gemeinsamen Arbeit an unseren Projekten haben. Jeder gibt und hilft, wann und wie er kann. :)


Website Makuyuni e.V.
Instagram
Bücherbörse

Fotos 
© Makuyuni e.V. 

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